Offline-Wochenende in Berlin

Wir haben es überlebt: Drei Tage Berlin, die das Potential zu „Non-Stop-Wikipedia“ hatten. Auf der Hinfahrt Donnerstag Nachmittag konnte ich mir im Zug einen ersten Überblick über meine Schreibwettbewerbs-Sektion verschaffen. Sind das wirklich fünf Albenartikel aus dem Bereich Rap und Metal? Dazu Helmut Lotti, Little Richard, Bonanza Banzai und [[Musik]]? Nach dem ersten Fluchtreflex war doch einiges durchaus amüsant zu lesen.

Direkt vom Bahnhof ging’s mit der grandiosen Party in der C-Base weiter. Wie sagte doch jemand? Sobald eine kritische Masse von 8-10 Wikipedianern zusammenkommen, sind sie so glücklich miteinander beschäftigt, daß gar nichts mehr schief gehen kann. Trotzdem ist das köstliche, phantasievolle und für Vegetarier optimal beschriftete Büffet zu erwähnen, die (für mich) überraschend rauchfreie Lokalität und die insgesamt großartige (sebmol: sic!) Organisation durch Henriette und ihr Team.

Irgendwann schaffe ich es auch nochmal, den Leuten nicht auch bei der dritten Begegnung noch auf das Namensschild zu starren. Verbesserungsvorschlag: Namensschild ans Kragenrevers, dann fällt der Blick nicht so auf. Nette Gespräche mit Catrin, unserer neuen Wikimedia-Pressefrau, Maha, Düsentrieb und einigen anderen. Meine Lieblingssorte Bionade Ingwer-Orange bis zum Abwinken – angeblich schon nicht mehr cool, wie JC mir verriet. Aber lecker. 

Freitag nach dem Frühstück, bei dem man das Verhalten verschlafener Wikipedianer vor dem ersten Kaffee/Tee beobachten konnte, kaum von den guten Gesprächen in der Lobby trennen können, um noch ein wenig Feiertagsluft unter den Linden zu schnuppern, bevor es am frühen Abend an das „Aufbrezeln“ für die Quadriga-Festivitäten ging.  Abendgarderobe war angesagt: Elya mit Make-Up und hohen Absätzen, kann sich das jemand vorstellen? 

Was bleibt im Kopf von der Gala-Veranstaltung: Viel Prominenz, drei Stunden lange Laudationes (was man als Juror so alles lernt: z. B. den Plural von Laudatio) und irgendwie unpassende Musik. Ein undeutlich sprechender Peter Gabriel. Ein leuchtend oranges Wikimedia-Hemd irgendwo in der dunklen Journalistenloge (SCNR). Neun von uns landeten anschließend noch im nahegelegenen Vapiano, wo der Abend harmonisch ausklang (wie gesagt, 8-10 Wikipedianer…)

Samstag fühlte sich gut an: wow, erst Samstag! Shoppen, Spazierengehen, Kaffeetrinken, Flohmarktgestöber, ganz wikipediafrei, wenn auch etwas kalt. Erst abends wieder in kleiner, wunderbarer Runde bei einem schnuckligen Italiener gelandet und Pitis Schreibwettbewerbs-Kubb entgegengenommen. In „unserem“ Zimmer bei JC eine kurze, aber erholsame Nacht verbracht, bis es Sonntag schon wieder zum Arbeitsfrühstück in Schöneberg ging: Während die anderen den nächsten OTRS(ups)-Workshop besprachen, vergnügte ich mich mit Reign in Blood, den Pommerschen Fischerteppichen und literweise Kaffee.

Ein rappelvoller ICE brachte uns und Lyzzy zurück ins Rheinland, zum Glück mit Sitzplätzen und somit der Gelegenheit zu ausführlichen Besprechungen (wir sehen uns ja auch sonst nie) sowie der Lektüre der Black Maria und der Glasglocke

Sonntagabend, Punkt acht Uhr in Köln: Das erste Mal online seit 3 Tagen und 3 Nächten, muß ja auch, Jurysitzung im IRC wartet. 

(elya.)

2 Kommentare

  1. Hmm – falls du ’ne Kopie der musikalischen Version von Reign in Blood zur Validierung des Artikels brauchst, klingel Bescheid – dir würde ich sogar das Original koofen ;O)

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