Wo bitte kann ich meine (Geo)Daten abgeben?

Vortrag im Forschungszentrum ceasar, Bonn

Gestern war ich auf der Konferenz „OpenStreetMap im Rheinland“ und habe dort einen Vortrag zum Thema „OSM meets MediaWiki“ gehalten: Über die Einbindung von OSM-Karten in MediaWiki, die Planungen bezüglich eigener Kartenserver und dem Karten-Toolserver, die Wikimedia Deutschland bestellt hat (Folien auf Wikimedia Commons).

Das spannendste waren aber die Gespräche am Rande und die Diskussionsrunde zum Schluss. Stefan Wink von Straßen.NRW, dem Landesbetrieb für Straßenbau in Nordrhein-Westfalen, erzählte erfrischend offen, warum sie letztes Jahr ihre Geodaten freigegeben haben, damit OSM sie verwenden kann: weil sie schon vom Bürger durch Steuergelder bezahlt worden sind.

Das Erfreuliche war zudem, dass die Erwartungen von Straßen.NRW erfüllt wurden: Die OSM-Community hat sich der Daten dankbar angenommen und Fehler in den Daten an die Behörde zurückgemeldet. Ein Prozess, den wir bereits von der Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bundesarchiv kennen.

Ein weiteres Highlight war die Frage eines Teilnehmers, der für einen großen Verkehrsverbund an der Konferenz teilgenommen hat:

 

„Wo bitte kann ich meine Daten abgeben?“

 

Jochen Topf von der Geofabrik hat die Frage dankbar aufgegriffen und ich bin sicher, dass sie schon bald gemeinsam eine Lösung zum Import der Daten präsentieren werden.

Ich hoffe, dass in Zukunft noch viele Behörden, Firmen und Institutionen bei den freien Projekten anklopfen und fragen: „Wo bitte kann ich meine Daten abgeben?“

(Ray)

4 Kommentare

  1. Hey Raymond, gutes Thema, guter Bericht und (super) gute überschrift. überlege noch etwas für Wikimedium daraus zu machen. Kann ich die Headline verwenden?

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  2. Hi Catrin_Presse,wenn Dich das Thema auch so interessiert, bitte ich Dich, mich zu kontaktieren. Suche Leute, diesich in diesem Bereich auskennen. Danke.

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  3. Schöner Bericht, der die Hoffnung weckt, es könnte noch mehr Kooperationen zwischen OSM und den Beh??rden geben. Wow, wer hätte gedacht, dass solche „anarchistischen Internetprojekte??? so weit kommen….

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  4. solche projekte kommen deswegen so weit, weil der verbraucher sie braucht.

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