Horst T. ist tot…

…und ich dachte als zweites: schade, wieder einer, den wir nicht mehr fotografieren können. Als drittes schaute ich in den Artikel und fand dieses Bundesarchiv-Bild von Engelbert Reineke aus dem Jahr 1971. Zugegeben, Inspektor Derrick ist sicher nicht der allerwichtigste Artikel, den es in Wikipedia zu bebildern gibt, aber es ist eins der vielen kleinen Mosaiksteinchen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Danke, Mathias, Tim, Raymond, APPER, Düsentrieb und alle anderen, die sich in die Sache reingehängt haben und noch weiter reinhängen. 

(elya)

Das Fundstück der Woche

Wie einige wissen, beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Aufräumen der People-Kategorie auf commons. Einerseits schön stupide, wenn man grade keinen Kopf für anderes hat, andererseits liest man die großartigsten unglaublichsten Geschichten. Eine, über den Chemiker George de Hevesy, geht so:

George de Hevesy style=Als während des Zweiten Weltkriegs deutsche Truppen die dänische Hauptstadt Kopenhagen im April 1940 besetzten, löste George de Hevesy die goldenen Nobelpreis-Medaillen der deutschen Physiker Max von Laue und James Franck in Königswasser auf, um sie so vor dem Zugriff durch die deutschen Besatzer zu schützen. Von Laue und Franck waren in Opposition zum Nationalsozialismus in Deutschland und hatten deshalb ihre Medaillen Niels Bohr anvertraut, um so eine Konfiszierung in Deutschland zu verhindern. Deutschen war das Annehmen oder Tragen des Nobelpreises verboten, nachdem der Nationalsozialismusgegner Carl von Ossietzky im Jahr 1935 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Nach Kriegsende extrahierte de Hevesy das im Königswasser versteckte Gold und übergab es der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die daraus neue Medaillen herstellte und wieder an von Laue und Franck übergab.

Der Text wurde übrigens von einem anonymen Autor eingefügt und kurz darauf durch Benutzer:Drahreg01 mit dem Kommentar „solche Räuberpistolen müssen natürlich belegt werden“ mit einer sauberen Belegstelle bei nobelprize.org versehen. 

(elya)

 

890.000 Dollar für Interface-Verbesserung

Eine gute Woche. Eben die Pressemitteilung der Foundation gelesen: Die Stanton Foundation, benannt nach dem CBS-Chef Fank Stanton, spendet 890.000 US-$ mit dem Zweck, die Benutzeroberfläche von Wikipedia für Neuautoren einfacher/zugänglicher zu machen. Ich bin begeistert – wer nämlich einmal außerhalb unseres sehr kleinen WP-Universums versucht hat, einem Newbie die Benutzung eines Wikis zu erklären, weiß, daß wir uns das mit dem „Wiki-wiki-ist-alles-doch-ganz-einfach“ nur einbilden. Das war vielleicht 2003 mal so, ist jedoch lange Vergangenheit. Die Wikipedia-Oberfläche ist insgesamt unglaublich kompliziert geworden, wir haben uns eben nur daran gewöhnt.