Avanti Dilettanti!

Das durch Atamari initiierte und maßgeblich organisierte Pissarro-Wochenende in Wuppertal ist jetzt eine Woche her, mein Husten hat sich einigermaßen verzogen und ich kann uns nicht ersparen, einige persönliche Gedanken dazu zu notieren.

Im Vorfeld gab es ja eine Reihe von Kritikern, die Qualitätsmängel befürchteten, wenn man sich für ein Wochenende, von Vorkenntnissen unbeleckt, das Schreiben von Artikeln zur Kunst vornähme. Kann man machen, war zum Teil inhaltlich begründet, wenn auch nicht immer im Tonfall, und offenbar gehört es heute auch zur Folklore, daß ein schönes Projekt erst mal durchs Diskussionsfeuer muß, bevor es loslegen darf. Das hatte sich halbwegs beruhigt, alle freuten sich auf ein produktives Wochenende, aber wir mußten schließlich doch auf die eine oder andere Person, die wir gerne wegen ihrer Fachkenntnis dabeigehabt hätten, verzichten. Letztlich hat die Qualitätsdiskussion jedoch einige von uns sicher zu ganz besonderem Ehrgeiz – „jetzt erst recht!“ – angestachelt.

Wuppertal oder Montfoucault?

Wenn der Skeptikerin das Grinsen nicht aus dem Gesicht gehen will …

Es gibt ja diesen Spruch: setz eine Handvoll Wikipedianer zusammen, gib ihnen WLAN und alle sind glücklich. Das Glücklichsein leuchtete vielen von uns gestern den ganzen Tag über aus den Augen, und das hatte nur teilweise mit dem WLAN zu tun, denn wir hatten was zu feiern: Unser Lokal K, der erste lokale, ehrenamtlich von der Community verwaltete Stützpunkt nördlich der Alpen (SCNR) wurde mit einer kleinen Party eröffnet.

Sexy GLAM in Köln

„Als wir von Backstage Richtung Bühne gingen, meinte Balou, ob wir wüßten, auf was für heiligem Boden wir hier eigentlich stünden: Rolling Stones, Jimi Hendrix und andere Berühmtheiten waren hier vor uns aufgetreten. Da hat unser Sänger vor lauter Aufregung in die Ecke gekotzt. Verzeihung, sich übergeben …“

„Dieses Motiv ist ja beinahe schon etwas lasziv.“

O-Töne einer Pressekonferenz des Historischen Archivs der Stadt Köln und seines Fördervereins, der „Freunde“. Was war denn da los?

Der Space*

Eine illustre Runde aus ganz Deutschland, aber mit deutlichem Fokus aus Rheinland/Ruhrgebiet sowie Berlin/Dresden, mit einigen Einsprengseln aus Norddeutschland und übertragenen „Grüßen aus München“ traf sich letzten Sonntag in der Deutzer Jugendherberge, wo wir über ein Thema diskutieren wollten, das als Idee schon seit mindestens Frühjahr 2011 herumgeistert, mal mehr, mal weniger: ein echter, Real-Life-Raum, in dem die Community allerlei „Sachen machen“ kann. Für sich selbst, für auswärtige Community-Mitglieder, für und mit der „Welt da draußen“ und Leute, die vielleicht sogar einfach mal so reinschauen.

Morgendliche Vorstellungsrunde im Workshop mit geographischer Verteilung. Foto: Ziko van Dijk, CC-BY-SA

Zehn Jahre Wikipedianerin

„Schau ich doch grade auf den Kalender, und ich erinnere mich an den August 2003. Ich war noch nicht so lange in Köln, und es war dieser brüllend heiße Sommer, die älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch …“

Mit einem gehörigen Stück Nostalgie habe ich vor vier Jahren einen Artikel zu meinem sechsten „Wikipedia-Geburtstag“ geschrieben. Jetzt sind es 10 Jahre und der Sommer ist zwar nicht ganz so brüllend heiß wie 2003, macht sich heute aber auch mal wieder ganz ordentlich.