Avanti Dilettanti!

Das durch Atamari initiierte und maßgeblich organisierte Pissarro-Wochenende in Wuppertal ist jetzt eine Woche her, mein Husten hat sich einigermaßen verzogen und ich kann uns nicht ersparen, einige persönliche Gedanken dazu zu notieren.

Im Vorfeld gab es ja eine Reihe von Kritikern, die Qualitätsmängel befürchteten, wenn man sich für ein Wochenende, von Vorkenntnissen unbeleckt, das Schreiben von Artikeln zur Kunst vornähme. Kann man machen, war zum Teil inhaltlich begründet, wenn auch nicht immer im Tonfall, und offenbar gehört es heute auch zur Folklore, daß ein schönes Projekt erst mal durchs Diskussionsfeuer muß, bevor es loslegen darf. Das hatte sich halbwegs beruhigt, alle freuten sich auf ein produktives Wochenende, aber wir mußten schließlich doch auf die eine oder andere Person, die wir gerne wegen ihrer Fachkenntnis dabeigehabt hätten, verzichten. Letztlich hat die Qualitätsdiskussion jedoch einige von uns sicher zu ganz besonderem Ehrgeiz – „jetzt erst recht!“ – angestachelt.

Wuppertal oder Montfoucault?

Eine Lanze für den Medienbetrachter

Mschatta-Fassade (Pergamonmuseum)Seit einigen Wochen gibt es den neu entwickelten Medienbetrachter in der Wikipedia. Beim Klick auf ein Bild in einem Wikipedia-Artikel wird das Bild groß vor schwarzem Hintergrund dargestellt, unten hereinscrollend finden sich die wichtigsten Informationen.

Mit persönlich gefällt der Medienbetrachter, obwohl noch Luft nach oben im Design ist. Insbesondere bei vielen Bildern in einer Commons-Kategorie kann ich mir bequem die Fotos anschauen, ohne jedes mal eine neue Seite/einen neuen Tab zu öffnen.

Wenn der Skeptikerin das Grinsen nicht aus dem Gesicht gehen will …

Es gibt ja diesen Spruch: setz eine Handvoll Wikipedianer zusammen, gib ihnen WLAN und alle sind glücklich. Das Glücklichsein leuchtete vielen von uns gestern den ganzen Tag über aus den Augen, und das hatte nur teilweise mit dem WLAN zu tun, denn wir hatten was zu feiern: Unser Lokal K, der erste lokale, ehrenamtlich von der Community verwaltete Stützpunkt nördlich der Alpen (SCNR) wurde mit einer kleinen Party eröffnet.

Outer-Space und Innenansichten

Bundeskunsthalle

Vergangenes Wochenende fand die Wikipedia-Schreibwerkstatt Outer Space in der Bundeskunsthalle statt. Wie es zu dieser von mir mitinitiierten Veranstaltung kam, ist im Blog der Bundeskunsthalle nachzulesen sowie in einem früheren Blogbeitrag: “Wie erhalte ich die Deutungshoheit in den sozialen Medien (zurück)?”

Als Wenig-Schreiber aber Viel-Fotografierer habe ich die Gelegenheit genutzt, bei wunderschönem Maiwetter bessere Fotos von dem Gebäude zu machen. Die ersten Bilder sind schon bearbeitet und nach Wikimedia Commons hochgeladen und in der Dokumentation eingebaut. Weitere werden folgen, bin aber diese und nächste Woche sehr eingespannt und viel unterwegs. Als krönenden Abschluss gab es am Sonntagnachmittag noch eine Architektur-/Backstage-Führung von einem ehemaligen Mitarbeiter, der uns mit höchster Begeisterung die hohe architektonische und handwerkliche Qualität des Gebäudes von Gustav Peichl zeigte.

Bereits eine Woche vorher hatte ich vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundeskunsthalle sowie befreundeter Institute einen gut besuchten Vortrag über die Anwendung freier Lizenzen gehalten. Natürlich auch unter dem Aspekt, dass es doch klasse wäre, wenn auch die Institute unter freier Lizenz veröffentlichen würden :-) Das Vortrags-PDF findet sich auf Wikimedia Commons.

Später im Jahr folgen noch Fotoaktionen zur Outer-Space-Ausstellung.

Fazit: Ein toller Kontakt in die Kultur und viel Freude bei der Arbeit mit hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Freies Wissen schätzen und unterstützen.

Mein Dank geht auch an Barbara und Lilli von Wikimedia Deutschland, die die Schreibwerkstatt organisatorisch 1a unterstützt haben.