Wikimania-Videos, zweiter Versuch…

Es ist zum Haareausraufen. Jetzt gibt es tatsächlich von fast allen Wikimania-Veranstaltungen Videos, wie ich bei Ben Yates erfuhr, und jetzt sind es zwar anscheinend keine proprietären Windows-Dateien mehr, dafür aber MPEGs in DVD-Qualität (!). Eine einzelne Veranstaltung mal eben schlappe 1,6 Gigabyte zum Download…

Ach so: hier geht’s zum Movie Archive.

Nachtrag: offenbar versuchen grade alle gleichzeitig, die Dinger runterzuladen, würde mich nicht wundern, wenn der Server in die Knie geht.

Live-Podcast mit maha auf Chaosradio

Eben in maha’s blog gefunden: ein Live-Podcast vom 3. August von knapp zwei Stunden im Chaosradio mit maha und Tim Pritlove zum Thema Qualitätsmanagement in der Wikipedia – Aktuelle Entwicklungen der Online-Enzyklopädie in der Diskussion Ein interessanter Plausch: „maha packt aus“ ;-) Themen bisher (bin noch nicht ganz durch): Wikia, die Foundation, der Verein, der Vorstand, Helferlein und Gadgets, die Wikimanias, Personendaten…

Das Werk steht unter der Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 2.0 Germany License

Und dann die Closing ceremony…

Der Saal war voller als sonst, denn alle Freiwilligen, die sonst draußen rumturnten, waren natürlich jetzt auch da. Geplant waren wohl Reden von Sue Gardner (jetzt ein Jahr dabei: „please don’t break the community“ hätte man ihr gesagt zu Beginn), Jay Walsh, Jimbo und Michael Snow, dem neuen Boardvorsitzenden. Als Jimbo der abtredenden Vorsitzenden Florence Devouard für ihren Einsatz in den letzten Jahren dankte, schob sie sich ganz wikimäßig natürlich noch dazwischen. Der Programmzettel sah nachher fast nach Editwar aus ,-). Sie erzählte von den „alten Zeiten“, als man noch mitkriegte, wenn mal wieder eine neue Frau dabeiwäre bei WP, und von ihrem Chat mit Elian, die die Idee hatte, man könnte doch mal eine WP-Konferenz organisieren (oh, du wars das also, Elian…). Und daß dann buchstäblich einige Tage später Notafish im IRC auftauchte (hurra, eine Frau!) – die ausgerechnet genau das beruflich machte… Von der ersten Wikimania in Frankfurt damals wurde übrigens viel geredet. So klein und vielleicht chaotisch sie war, es war eine Keimzelle für alles, was folgte.

[[Ismail Serageldin]] sprach seine pathetischen Abschiedsworte, und auch wenn wir auf- und abgeklärten Deutschen natürlich genau wissen, daß er im Prinzip ein Politiker ist und genau weiß, was wir hören wollen usw. usf., blieben wir nicht unbeeindruckt von seinen Worten: es ist uns in unserem täglichen Klein-Klein-Hauptseiten-verschiebe-er-hat-aber-angefangen-Kindergarten überhaupt nicht klar, welchen immensen Einfluß wir mit unserem Projekt weit über unseren Horizont hinaus und gerade in Ländern wie Ägypten haben, und wie wir durch die Befreiung der Ressourcen Wissen und Bildung tatsächlich einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Veränderung der Welt leisten.

Schließlich die (berechtigten) Lobeshymnen auf und der Dank an die zahlreichen Freiwilligen, die alle auf die B??hne mußten fürs Familienfoto (mit und ohne Jimbo). Soviele strahlende Gesichter auf einem Haufen: „say wiki-cheese“!

24918-yyyy
24917-x

Jay Walsh und Florence über Kommunikation

„Telling the Wikipedia story“ ist der Titel des Talks von Jay Walsh, Kommunikationschef der Foundation. Er plaudert über seinen Job und die Herausforderungen in der externen oder internen (zur Community) Kommunikation. Schon zum zweiten Mal wird der Blog-Planet (http://en.planet.wikimedia.org/) als Super-Werkzeug zur Information erwähnt (vorher schon von Florence Devouard). Kul, der neue Chef für Business Development, ist übrigens auch im Raum; er erklärt auf Nachfrage, welche Möglichkeiten der (nicht nur finanzieller) Förderung von „draußen“ außerhalb von Fundraising geben kann. Im Publikum versteht man vereinzelt nicht so ganz, warum keine Werbung auf WP geschaltet werden kann. Er kündigt für die nächsten Monate ein paar neue Projekte an. („not all businesses are evil“)

Während Kul also fürs Geschäft zuständig ist, muß Jay erklären, was wir machen, und warum wir bestimmte Sachen nicht machen.

Er erzählt von Brion, als der in den ganz frühen Tagen noch als Ehrenamtlicher die ersten Server ans Laufen brachte, und sie am Laufen hielt. Wichtige Frage, wie man bezahlten und unbezahlten Einsatz unter einen Hut bringt – viel mehr Leute als die 15 festangestellten Köpfe der WMF machen die Arbeit der Foundation aus.

Im Prinzip wird aber hier, ebenso wie in Florences Talk klar, daß die WMF ebenso damit kämpft, die Kommunikation mit der Community zu verbessern, wie „der Verein“ in Deutschland. Eine Lösung hat niemand, aber strampeln tun wir alle…. („bringing people together moreoften“ – elya nickt mit heftig dem Kopf). Oder ist es vielleicht zuviel Information auf zuvielen Kanälen? Florence hat 42 Mailinglisten abonniert. Starker Beifall bei dem Vorschlag, die Mailinglisten massiv zu reduzieren.

Noch eine Minute, und es geht schon zur Abschlußveranstaltung, und heute abend gibt es eine Party der Volunteers, also raus aus der Bibliotek.