Zehn Jahre Wikipedianerin

„Schau ich doch grade auf den Kalender, und ich erinnere mich an den August 2003. Ich war noch nicht so lange in Köln, und es war dieser brüllend heiße Sommer, die älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch …“

Mit einem gehörigen Stück Nostalgie habe ich vor vier Jahren einen Artikel zu meinem sechsten „Wikipedia-Geburtstag“ geschrieben. Jetzt sind es 10 Jahre und der Sommer ist zwar nicht ganz so brüllend heiß wie 2003, macht sich heute aber auch mal wieder ganz ordentlich.

Zur Feier des Tages habe ich unser von Posterous abgeschaltetes Blog endlich reaktiviert. Dabei bin ich doch wieder ein wenig nostalgisch geworden: wir haben doch ein paar gute Sachen gemacht in den letzten Jahren, und es war gut, sie  aufzuschreiben, muß ich mir (statt kurzlebige Twitterstatus) wieder angewöhnen.

Die offenen Punkte von 2009 sind dafür immer mehr oder weniger noch offen: Tilman B. immer noch nicht getroffen, [[Kölner Dom]] immer noch zwar lang, aber nicht gut (immerhin aber [[Portal:Kölner Dom]] ins Leben gerufen), und was den Umgang mit Neulingen angeht, gibt es immerhin die [[Fragen von Neulingen]], wo wir uns mal mehr, mal weniger Mühe geben, freundlich und in ganzen Sätzen mit neuen Benutzerinnen und Benutzern zu sprechen.

Was war noch? Ja, da war zum Beispiel 2010 der coole WikiTrain nach Gdansk, den wir in Köln ins Früh abgeschleppt haben:

Und 2011 erwischte mich dann eine neue Droge namens „Wiki Loves Monuments“, die jemand aus den Niederlanden eingeschmuggelt hatte. Für jemanden, der sich eh schon mit Denkmalpflege* angesteckt hatte, war es ein ziemlich niedrigschwelliger Einstieg. Im Ernst: Es war ein tolles Gefühl, eine so coole Sache mit organisieren zu können, die über Jahre hinweg Communites und neue Benutzer inspiriert, international gute Laune verbreitet und sogar zu einem Eintrag im Guinness Book of Records führte.

Zwei Jahre später … tja, man muß Prioritäten setzen: So eine Droge hält einen von vielen anderen Dingen ab, deshalb hieß es für 2013 wieder „back to the roots“. Etwas recherchieren, etwas schreiben, Kontakte zu den hiesigen Kultur- und Gedächtnisinstitutionen pflegen, und auf Wikipedia mehr der weniger regelmäßig Newbies in ganzen Sätzen antworten.

Ja, macht noch Spaß. Weitermachen.

*„Denkmalpflege ist ansteckend. Man muß sie nur unter die Leute bringen“ – Hiltrud Kier, ehemalige Denkmalkonservatorin von Köln.

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